Arthrose (Gelenkverschleiß, Knorpelabnutzung) und Gelenkschmerzen

Therapie & Behandlung der Arthrose

Die Ziele der Behandlung der Arthorse zielen auf eine Linderung des Schmerzes einerseits und auf eine Steigerung bzw. Beibehaltung der Beweglichkeit andererseits ab. In den Anfangsstadien wird meist eine konservative Behandlung durchgeführt.

Zu dieser konservativen Behandlung zählen

Zur konservativen Behandlung zählen weiterhin Maßnahmen der physikalischen sowie der orthopädischen Therapie. Bei der physikalischen Behandlung wird versucht, die Schmerzen zu lindern.

Maßnahmen der physikalischen Therapie sind

Maßnahmen der orthopädischen Therapie sind z.B.

Die operative Therapie

Bei einer weit fortgeschrittenen Arthrose ist oft eine konservative Behandlung nicht mehr ausreichend. Hier kommt dann die operative Therapie zum Einsatz. Bei der operativen Therapie werden die Gelenke durch künstliche ersetzt. Die am häufigsten operative eingesetzten künstlichen Gelenke sind das Hüftgelenk sowie das Kniegelenk. Aufgrund der begrenzten Lebensdauer des Gelenkersatzes (maximal 15 bis 20 Jahre) wird besonders bei jüngeren Menschen die Operation so lange wie möglich hinausgezögert.

Im Zuge einer Gelenkspiegelung (Athroskopie) werden abgeriebene Knorpel- und Knochenteile entzfernt und das Gelenk ausgespült. Ebenso kann eine Glättung des Gelenks herbeigeführt werden.

Sind Fehlstellungen (z.B. X- oder O-Beine) die Ursache der Athrose können diese Fehlstellungen operative beseitigt werden. Man spricht in diesem Fall von einer Osteotomie.

Kann das erkrankte Gelenk operativ nicht behandelt werden, besteht die Möglichkeit einer künstlich herbeigeführten Gelenkversteifung (Arthrodese). Hier wird operativ in der Art eingegriffen, dass das betroffene Gelenk nicht mehr oder nur noch eingeschränkt beweglich ist. Dadurch sollen die Schmerzen vermindert werden.

Knorpelersatz durch Mikrofakturierung

Ist die Arthrose nicht weit fortgeschritten besteht die Möglichkeit der Mikrofakturierung. Hierbei werden im Rahmen einer Gelenkspiegelung (Athroskopie) punktförmige Bohrungen im Bereich des geschädigten Knorpels durchgeführt. Die daraus resultierende Blutung führt zur Bildung von Stammzellen, die sich in Knorpelzellen umwandeln. Allerdings hat der so entstanden Knorpel nicht diesselbe Qualität wie der ursprüngliche. Voraussetzung ist eine unbeschädigte gegenüberliegende Knorpelfläche sowie ein Schonungsphase des betroffenen Gelenks von mindestens 6 Wochen.

Knorpeltransplantation (Mosaikplastik)

Unter der Mosaikplastik versteht man eine Operationstechnik, bei der Knorpel aus unbelasteten Gelenksbereichen in beschädigte Bereiche transferiert wird. Diese Operationstechnik eignet sich nur bei kleineren Schädigungen.

Knorpeltransplantation durch gezüchtete köpereigene Knorpelzellen (Knorpelzell- oder Chondrozyten-Transplantation)

Bei der Knorpeltransplantation handelt es sich um eine neueres Operationsverfahren, bei dem Knorpelschäden mit Hilfe von körpereigenen Knorpelzellen repariert werden. In einem ersten Eingriff werden Knorpelzellen aus einem nicht belasteten Teil des Gelenks entnommen. Diese entnommenen Knorpelzellen vermehren sich im Labor in einem Zeitraum von mehreren Wochen. In einer zweiten Athroskopie werden diese gezüchtetenKnorpelzellen dann eingesetzt. Geeignet ist diese Art der Knorpeltransplantation eher für jüngere Patienten (unter 60 Jahre).