Arthrose (Gelenkverschleiß, Knorpelabnutzung) und Gelenkschmerzen

Bewegung und Sport bei Arthrose

Warum sollen geschädigte Gelenke bewegt werden?

Bewegung und Sport bei ArthroseNicht selten zählt Sport zu den Ursachen von Arthrose. Übertriebene dauerhafte Belastung trotz Fehlstellungen können ebenso zu Arthrose führen wie Sportverletzungen (Ursachen von Arthrose). Dennoch trägt Sport und Bewegung maßgeblich dazu bei, das Voranschreiten der Arthrose zu verhindern bzw. die Symptome der Arthrose abzuschwächen. Zu empfehlen sind dabei Sportarten mit gleichmäßigen und moderaten Bewegungen. Beachtet man diesen Gesichtspunkt, stellt maßvoller Sport einen der zentralen Aspekte bei der Therapie der Arthrose dar. Und auch bei der Arthrose-Prävention spielt Sport und Bewegung im Rahmen der Vermeidung von Übergewicht eine Rolle. Wichtig ist, wie so oft im Leben, die richtige Dosierung.
 

Bewegung und Sport bei Arthrose sind aus 2 Gründen wichtig:

  1. Zur Stärkung der umgebenden Muskulatur. Umso besser die Muskeln und die Bänder um das Gelenk entwickelt sind, umso geringer ist die Belastung für das Gelenk.
  2. Durch die Bewegung wird im Gelenk eine "Gelenkschmiere" (Synovia) produziert. Diese Gelenkschmiere von der Gelenkinnenhaut gebildet und wirkt dämpfend. Eine weitere Funktion der Gelenkschmiere ist die Versorgung der Knorpel sowie des benachbarten Bindegewebes mit Nährstoffen. Wichtigster Bestandteil der Synovie ist die Hylaronsäure, die man den Körper in Form von Injektionen oder Tabletten zuführen kann (siehe dazu Mittel gegen Arthrose)

Somit hat die gelenkschonende Bewegung eine wichtige Funktion bei Arthrose. Zu empfehlen sind Sportarten, die wenig Belastung für das Gelenk bedeuten. Geeignet sind z.B. das Kraul-Schwimmen und Fahrradfahren bei der Arthrose des Kniegelenks. Bei Handgelenksarthrose oder Schulter-Arthrose sind diese Sportarten dagegen kontraproduktiv.

Hier finden Sie geeignete Sportarten für verschiedene Arten der Arthrose:

Allgemein ist beim Ausüben von Sport auch auf gut gedämpftes Schuhwerk zu achten.

Weitere unterstützende Maßnahmen beim Sport oder im Beruf sind:

Unbedingt zu vermeiden sind Sportarten mit ruckartigen Extrembewegungen.